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Führungskräfte haben es schwer

Von außen wirkt die Position beneidenswert: gutes Gehalt, Einfluss, Anerkennung. Hinter den Kulissen sieht es oft anders aus. Ein ständiger Spagat zwischen Verantwortung, Erwartungen und Belastung, körperlich wie mental.

Der Entscheidungsdruck ist dauerhaft. Fast jede Entscheidung hat Folgen für Mitarbeiter, Abteilungen oder das ganze Unternehmen. Dazu die Erwartungen aus allen Richtungen: das Team will Orientierung, die Führung Ergebnisse, Kunden Verlässlichkeit, und privat geht es weiter. Am belastendsten ist die ständige Erreichbarkeit. Abschalten fällt schwer, selbst abends kreisen die Gedanken. Die Folge sind Schlafprobleme und innere Unruhe.

Dazu kommt das Körperliche, oft unterschätzt: viel Sitzen in Meetings, Auto, Flug. Bewegung wird zur Nebensache, nicht aus fehlendem Bewusstsein, sondern aus Zeitmangel. Unregelmäßiger Schlaf, Essen zwischen Terminen. In Kombination mit hohem Stress entsteht ein Teufelskreis: Der Körper wird schwächer, die Konzentration sinkt, die Erschöpfung steigt.

Verschärft wird das durch ein Tabu. Das Bild der „starken Führungspersönlichkeit“ lässt wenig Raum, Überlastung zuzugeben. Viele spielen ihre Belastung herunter und übergehen Warnsignale wie Müdigkeit und Gereiztheit, bis die Leistung oder die Gesundheit deutlich nachlässt.

Klassische Gegenmittel reichen selten. Der sporadische Gang ins Fitnessstudio, ein Yoga-Kurs, kurzer Urlaub. Wer dauerhaft unter Druck steht, kompensiert das nicht mit gelegentlichen Auszeiten. Und Standardpläne scheitern am realen Terminkalender.

Was hilft, ist ein Ansatz, der individuell ist, in den Alltag passt und bleibt. Genau daran arbeite ich mit Führungskräften: an der Grundlage, aus der Leistung kommt, statt an den Symptomen. Denn der Mensch hinter der Rolle zählt zuerst, und daraus entsteht Leistung, die dauerhaft trägt.

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